Kapazitiver Grenzstandmelder NCS
Einsatzbereich / Verwendungszweck
- Grenzstanddetektion auch bei Medien mit einem geringen oder gar keinem Wassergehalt wie Sirup, Fruchtkonzentrate, Alkohole und Öle mit einer Dielektrizitätszahl εr (Dk) des Mediums ≥ 2
Anwendungsbeispiele
- Grenzstanddetektion von Flüssigkeiten in Behältern (Einbaulage Seite) oder Rohrleitungen
- Vollmeldung in Behältern und Tanks mit Einbaulage von oben (Typ NCS-L)
- Leermeldung in Behältern und Tanks mit Einbaulage von unten (Typ NCS-L)
- Produktüberwachung in Rohrleitungen
- Pumpenschutz / Trockenlaufschutz
Hygienisches Design / Prozessanschluss
- Mittels einer Negele-Einschweißmuffe EMZ-132 oder dem Einschweißsystem EHG-... wird eine strömungsoptimierte, hygienegerechte und leicht sterilisierbare Einbausituation erzielt.
- CIP-/SIP-Reinigung bis 143 °C / max. 120 Minuten
- Alle produktberührenden Materialien FDA-konform
- Sensor aus Edelstahl, Sensorspitze aus PEEK / Edelstahl
- Prozessanschlüsse siehe Produktinformation CLEANadapt, z.B.: Tri-Clamp, Milchrohr (DIN 11851), Varivent ...
Besondere Merkmale / Vorteile
- Unabhängig von der Leitfähigkeit des Mediums
- Schaum- und anhaftungsunempfindlich, zuverlässig bei pastösen Elementen
- Kurze Ansprechzeit (< 1 s)
- Umschaltbarer Ausgang (voll-/leer-aktiv)
- Beheizte Elektronik zur Verhinderung von Kondensatbildung
- Simulation des Sensorstatus möglich
Optionen / Zubehör
- LED als Schaltzustandsanzeige mit Kontrollfensterdeckel
- Halsrohrvariante (Option H) für den Einsatz in isolierten Behältern oder bei Dauerprozesstemperaturen bis 143 °C (für Typ NCS-x1 und NCS-x2)
- NPN-Ausgang (Open Collector)
- M12-Stecker und passendes vorkonfektioniertes Kabel
- Heizelement abgeschaltet zur Erweiterung des Temperaturbereichs
Kapazitives Funktionsprinzip
Die Kapazität eines Kondensators wird im Wesentlichen durch drei Faktoren beeinflusst: Abstand und Größe der Elektrodenflächen sowie Art des Dielektrikums zwischen den Elektroden, wobei lediglich die Art des Dielektrikums beim Grenzstandsensor von Interesse ist. Messelektrode und Behälterwand werden als Kondensatorplatten, das Füllgut als Dielektrikum betrachtet. Bedingt durch den höheren Dk-Wert des Mediums gegenüber Luft nimmt die Kapazität bei Bedeckung der Elektrode zu. Die Kapazitätsänderung wird durch die Elektronik ausgewertet und in einen entsprechenden Schaltbefehl umgewandelt. Das Funktionsprinzip setzt voraus, dass die Spitze aus PEEK vollständig vom Medium umgeben ist. Dadurch spricht die Sonde nicht auf Schaum / Anhaftungen an, sondern erst dann, wenn der tatsächliche Grenzstand durch das Medium erreicht ist.
